Kategorie: forschung

Rilke in Taiwan: eine Übersetzungsgeschichte

»Ich lieb ein pulsierendes Leben, / Das prickelt und schwellet und quillt, / Ein ewiges Senken und Heben, / Ein Sehnen, das niemals sich stillt.« (Rainer Maria Rilke) Anlässlich des Doppeljubiläums von Rainer Maria Rilke wird der Dichter auch in in Taiwan gefeiert. Unter anderem mit einer Übersetzung.

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Überall Mäuse: Zur Tagung ›Comic und Graphic Novel: Erzählen in Bildern‹

Stilisierte Mäuse mit großen Ohren und spitzen Schnauzen sind fast schon ein Gattungsmerkmal des bilderzählerischen Mediums, um das es am 21. und 22. November in der vom DLA veranstalteten Tagung ging. Im Kilian-Steiner-Saal des Literaturarchivs versammelten sich Comicforschende, Comickünstler/-innen und Illustrationsstudierende, um sich Fragen rund um grafisches Erzählen und das systematische Sammeln von Comics zu widmen.

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Märchenhaftes Crossdressing: Krieg und Kleidung bei D’Aulnoy und Calvino

Im November 2023 ging es bei einer Tagung der Jungen DSG in Marbach um ›Krieg & Frieden. Verhandlungen in Literatur & anderen Medien‹. Im Rahmen dieser Tagung haben Loredana Columbo (DLA Marbach) und Selina Seibel (Universität Stuttgart) an zwei märchenhaften Beispielen über den Zusammenhang zwischen Krieg und Kleidung nachgedacht.

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Dichter lesen. Folge 2: Tiecks Triumphe

Ende März findet ein Relaunch der Seite dichterlesen.net statt – ein digitales Tonarchiv zum Nachhören literarischer Veranstaltungen aus über 60 Jahren deutscher und internationaler Literaturgeschichte. Vortragskünstler und Stimmartisten sind allerdings kein Phänomen der Gegenwart. Nachhören kann man Lesungen natürlich erst, seit es Tonaufnahmen gibt. Doch es gibt auch Zeugnisse von Dichterlesungen aus der Zeit davor. Vielfach beschrieben wurden Lesungen von Ludwig Tieck, der als größter Vorleser aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gilt – ein Virtuose des Vortrags.

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Dichter lesen. Folge 1: Schillers Desaster

›textklang: Mixed-Methods-Analyse von Lyrik in Text und Ton‹ – so heißt ein Verbundprojekt der Universität Stuttgart und des DLA Marbach. Auf dem boomenden Hörbuch-Markt sorgen prominente Schauspieler dafür, dass das geschriebene Wort lebendige Sprache wird. Vortragskünstler und Stimmartisten sind allerdings kein Phänomen der Gegenwart. Lesungen waren schon immer Zeichen einer vitalen literarischen Szene – und für Dichter manchmal eine Notwendigkeit. Selten führte eine (Dichter-)Lesung jedoch zu einem solchen Fiasko, wie diejenige Schillers, der am 27. September 1782 in Mannheim in illustrer Runde aus dem Manuskript seines dritten Bühnenstücks ›Die Verschwörung des Fiesko zu Genua‹ vorlas. Schillers Freund Andreas Streicher war Zeuge des tragisch-komischen Ereignisses.

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Eisige Einsamkeiten: Von Grenzerfahrungen und Environmental Humanities

Es gibt wenige Orte auf diesem Planeten, die so sehr für extreme Einsamkeitserfahrungen bekannt sind, wie die vereisten abgelegenen Höhen der Gebirge oder die weiten Eiswüsten der Pole. Angelehnt an die bekanntesten Reisen vergangener Jahrhunderte, z.B. von John Franklin oder Fridtjof Nansen, ist der Drang, sich selbst in der Natur herauszufordern und immer höher, immer weiter, immer nördlicher mit immer weniger Hilfsmitteln vorzudringen, keinesfalls verschwunden, sondern erlebt auch literarisch durch Modi wie Nature Writing von den hohen Orten des Planeten (Höhe bezieht sich hier und im Folgenden sowohl auf Breitengrade als auch auf Höhenmeter) gerade eine Konjunktur.

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Auf der Suche nach dem alternativen Leben. Hermann Hesse vor dem Hintergrund des Monte Verità

Über existenzielle Einsamkeit lässt sich erst nach deren Überwindung schreiben. Das präsentiert uns zumindest Hesse, indem er sein Einsiedler-Ich in der Erzählung In den Felsen (1907) sieben Tage lang fasten lässt, bevor eine Reflexion über das Eremitendasein wieder möglich wird. Mit dem kurzen Text steht Hesse dabei ganz im Kontext des Monte Verità und der Lebensreformbewegung um 1900.

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Einsam schreibt es sich am besten. Bettina von Arnims ›Goethes Briefwechsel mit einem Kinde‹

Drei Jahre nach Goethes Tod, im Jahr 1835, veröffentlichte Bettina von Arnim ihren Briefwechsel mit dem verstorbenen Dichter, unter dem Titel ›Goethes Briefwechsel mit einem Kinde‹. Dazu fügte sie auch den Briefwechsel mit Goethes Mutter und ein eigenes Tagebuch – und griff des Weiteren nicht nur enorm in den Wortlaut der Briefe ein, sondern erfand teilweise ganze Textpassagen hinzu, in denen Goethe Bettinas Schreibwerk anhimmelt.

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