Kategorie: ausstellungen

manuskripte als lichtfänger

Lichter und Lampen, Leuchten, Glänzen, Funkeln, Glitzern, Strahlen, Scheinen und Schimmern sind Weihnachtswörter. Sie spielen auch in Walter Benjamins ›Berliner Kindheit um neunzehnhundert‹ eine wichtige Rolle. Für das Manuskript hat Benjamin transluzentes Papier ausgesucht.

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wie man fernsieht

Seit Weihnachten 1952 strahlt die ARD ein tägliches Fernsehprogramm aus: »Das Fernsehen schlägt eine Brücke von Mensch zu Mensch, von Völkern zu Völkern«. Theodor W. Adorno hat einen Text über das Fernsehen seinem Freund Siegfried Kracauer geschenkt: ›How to Look at Television‹.

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datieren heißt, das unwiederholbare zu wiederholen …

und so zugleich seine nicht-reduzierbare Einzelheit auszustreichen«, schreibt Jacques Derrida in seinem Buch über Paul Celan, ›Schibboleth‹. Im Marbacher Nachlass von Paul Celan fallen diese Datierungen und auch Ent-Datierungen ins Auge.

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›laß leuchten!‹ pia frankenberg über peter rühmkorfs gedicht

Die Ausstellung ›Lass leuchten! Peter Rühmkorf – selbstredend und selbstreimend‹ gibt erstmals einen ausführlichen Einblick in Werk und Leben des Autors. Ausgerichtet wird sie von der Arno Schmidt Stiftung. Als Projektion empfängt Rühmkorfs Lyrik im ›Raum der Gedichte‹ die Besucher. Gedicht-Patinnen und -Paten berichten im Gespräch über ihre Lektüre. Heute mit Pia Frankenberg.

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else lasker-schülers »König von Holland«

Nicolaas Johannes Beversen hat die Karten und Briefe gesammelt, die Else Lasker-Schüler an ihn schrieb. 66 haben sich erhalten, geschrieben zwischen 1905 und 1930. Die meisten stammen aus dem Berlin der frühen 20er-Jahre. Doch was weiß man über diesen Briefpartner?

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friedrich kittlers mond-farben-kartei

Von den 14 Karteikästen, die zu Friedrich Kittlers Marbacher Nachlass gehören, führt erstaunlicherweise keiner zu einem seiner Bücher: Kaum eine Karte lässt sich einem der Zitate in seinen Texten zuordnen. Es gibt in diesen Behältern Plätze und Wege, Listen, Paare und Serien, aber keine Teleologie, kein Ergebnis und kein Ziel.

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›Hälfte des Lebens‹. Ein Gedicht als Beatbox

›Zählen. Hölderlin mit den Fingern lesen‹ heißt eines von sechs Kapiteln unserer Ausstellung ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹. Das 1804 zum ersten Mal veröffentlichte Hölderlin-Gedicht ›Hälfte des Lebens‹ ist hier als interaktives Poesiemodell mit zwei Ansichten (Text oder Struktur) und einem Klangkörper in den Raum gestellt, um allen Besucherinnen und Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten zu eröffnen, mit denen wir poetische Texte lesen können.

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luise duttenhofer. die frau mit der schere

Die Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum ist mit den ›vier Schwaben‹ – Schiller, Hölderlin, Kerner und Mörike – und mit Luise Duttenhofers Scherenschnitten ins Literaturmuseum der Moderne umgezogen. Duttenhofer (1776–1829) ist eine der bedeutendsten deutschen Scherenschnittkünstlerinnen. Viele ihrer kleinen Kunstwerke zeigen lesende Menschen. Wie aber kann man die Leser- und Leserinnenbilder von Luise Duttenhofer heute lesen? Wir haben die Literaturwissenschaftlerin und Essayistin Hannelore Schlaffer gefragt.

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seelen-liebling. enzensbergers ›museum der modernen poesie‹

2016 erschien in der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹ ein Interview mit Michel Houellebecq. Der französische Autor – bekannt geworden mit seinen Romanen, aber auch Lyriker – spricht darin über eine von ihm kuratierte Ausstellung in Paris: »Ein Roman ist von seiner Struktur her sequenziell. Eine Ausstellung ist eher wie ein Gedichtband: Man kann verschiedene Dinge nebeneinander stellen, verschiedene Pfade beschreiten, es gibt Abkürzungen, Brücken, Sackgassen.«

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