Kategorie: archiv & bibliothek

Der Kosake auf der Pfeife

Was hat der ukrainische Kosakenhetman Mazeppa, historische Gestalt und fiktive Figur im Spiel der Ideologien und Künste, mit der Pfeife eines Schweizer Biedermanns aus der Feder von Gottfried Keller zu tun?

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»so viele Sprachen, Trachten, Nationen«

Karl Emil Franzos, aufgewachsen in Czortków (heute Tschortkiw), war Chronist des ostjüdischen Schtetl und Editor der Werke Büchners. Seine feuilletonistische Sammlung ›Aus Halb-Asien Halb-Asien. Land und Leute des östlichen Europa‹ erschien ab 1876, zwei der sechs Bände enthalten ›Culturbilder aus Galizien, der Bukowina, Südrußland und Rumänien‹.

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»Dann war ä Judenverfolgung in Odessa«

Gustav Meyrinks Roman ›Das grüne Gesicht‹ erschien 1917 bei Kurt Wolff, dem Verleger von Franz Kafka und Georg Trakl. Eine der Figuren im Roman, der chassidische Jude Eidotter, erzählt mit jiddischem Zungenschlag von seinen Studien der Kabbala, d.h. der mystischen Schriften des Judentums, vom Handeln des Propheten Elias in seinem Leben und vom Einbruch der schrecklichen Wirklichkeit in Odessa – den grausamen Pogromen in Odessa (heute Ukraine).

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Das Märchen von den zwei Knechten aus der Bukowina

Musik und Märchen sind völkerverbindend und kennen keine Grenzen. ›Die zwölf faulen Knechte‹ ist eine Lügengeschichte in den ›Kinder- und Hausmärchen‹ der Brüder Grimm; sie wurde dort erst in der siebten und letzten Ausgabe von 1857 eingefügt. In ihrer Anmerkung zu dieser ›oberfaulen‹ Geschichte nenne die Brüder Grimm ihre Quelle – die zuletzt auch in die Bukowina führt, genauer gesagt: nach Czernowitz. Und zum ersten einheimischen deutschsprachigen Dichter der Bukowina.

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»In Sprachen bunt, im Geiste gleich«

Die Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz (ukrainisch Чернівецький національний університет імені Юрія Федьковича) wurde 1875 als Franz-Josephs-Universität (Francisco-Josephina) im östlichsten Kronland Österreichs gegründet. An der überwiegend deutschsprachige Universität verteilten sich Siebenbürger Sachsen, Juden, Polen, Ukrainer, Ruthenier, Moldauer und Rumänen auf die griechisch-orthodoxe theologische Fakultät, die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät und die philosophische Fakultät, wo unter anderem der erste Lehrstuhl für Ukrainische Sprache und Ukrainische Literatur sowie der ersten Lehrstuhl für Kirchenslawisch angesiedelt war

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»eines jener ukrainischen Lieder«

Heinrich Laubes ›Novelle‹ mit dem Titel ›Das junge Europa‹ erschien von 1833 bis 1837 in fünf Bänden – und erzählt auch von den »sanften Hügeln der Ukraine«. Wegen politisch-literarischer Vergehen und Kritik an König und Staat wurde Laube 1837 zu sieben Jahren Festungshaft verurteilt, Gönner Laubes sorgten für eine deutlich mildere Strafe. Als Schriftsteller und Dramatiker, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und langjähriger Direktor des Wiener Burgtheaters war Laube eine bekannte Figur seiner Zeit.

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»Ich wurde am 27. Jänner (dem Geburtstage Mozarts) in Lemberg geboren«

Den österreichischen Schriftsteller Leopold Ritter von Sacher-Masoch (1836–1895) kennt man auch jenseits der Literaturgeschichte: Richard von Krafft-Ebing prägte den Begriff ›Masochismus‹ und ließ sich dabei von Sacher-Masochs bis heute berühmtesten Werk, die ›Venus im Pelz‹ (1870) inspirieren. Sacher-Masoch hinterließ ein umfangreiches Œuvre. 1886, auf dem Gipfel seines Ruhmes, wurde er in Paris mit einem Orden geehrt und von ›Le Figaro‹ gefeiert.

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»wie die Kinder der Ukraine einst geliebt und gekämpft!«

Der deutsche Schriftsteller und Theaterintendant Friedrich Martin von Bodenstedt (1819–1892) ging 1840 als Lehrer nach Moskau, wo er russisch lernte und 1843 nach Tiflis, wo er in die Sprachen der Kaukasusregion eingeführt wurde. 1846 kehrte er nach Deutschland zurück.

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