Kategorie: archiv & bibliothek

Das DLA hat die Erstausgabe von Stefan Zweigs ›Schachnovelle‹ erworben

Die Erstausgabe von Stefan Zweigs berühmter ›Schachnovelle‹ (Buenos Aires, 1942), jahrzehntelang ein Desiderat in der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs, konnte nun endlich, gefördert von der Deutschen Literaturstiftung, erworben werden. Zweigs ›Schachnovelle‹ ist, zumal nach der letzten erfolgreichen Verfilmung 2021, international ein begehrtes und auf Auktionen heiß umkämpftes Sammelobjekt, was die Suche nach einem Exemplar der Erstausgabe deutlich erschwert hat.

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Auf der Suche nach Werken vergessener Schriftstellerinnen

Wer Lust hat auf Entdeckungen und überraschende Funde, auf Autorinnen, die garantiert niemand (mehr) kennt, die nie auf perlentaucher.de rezensiert wurden und über deren Leben man kaum noch etwas in Erfahrung bringen kann, ist in der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs genau am richtigen Ort. Seit 2022 liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Erwerbung von Erstausgaben von Schriftstellerinnen. Viele von ihnen sind heute in Vergessenheit geraten.

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Vorgestellt: Anna Rheinsberg

Im Leben und Werk der 1956 in Berlin geborenen Anna Rheinsberg spielen Frauen eine zentrale Rolle. »Ohne Frauen wäre ich nichts geworden. Ich hätte nie schreiben, nie sprechen gelernt«. So heißt es in ›Baum, wo der Wolf singt‹ (erschienen in der taz, 13.11.1987), Anna Rheinsbergs »polemisch-persönlichen« Resümee nach zehn Jahren Schreiben. Keine Klage soll es sein, sondern eine Hymne. Eine Hymne auf das Schreiben, das weibliche Schreiben.

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Zettel, die aus Büchern fallen

Hat einen ein Thema gepackt, dann kann es passieren, dass man eine gewisse Unerbittlichkeit entwickelt. Man will alles zu diesem Thema wissen, jedes Detail erhält eine Wichtigkeit, die Menschen, die nicht im selben Ausmaß für dieses Thema brennen, manchmal schlichtweg nicht zu vermitteln ist. Für mich war dieses Thema eine Reise, die Kracauer und Adorno 1925, also vor 100 Jahren, an den Golf von Neapel unternahmen, wo sie auf Walter Benjamin und Alfred Sohn-Rethel trafen. Meine These war, dass sich aus der ›philosophischen Schlacht‹, die sich diese Theoretiker dort lieferten, die Anfänge von Adornos theoretischer Konzeption destillieren lassen.

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Voyage, voyage: mit Schriftstellerinnen auf Reisen

Sommerzeit ist Reisezeit: Suchen Sie noch nach Inspiration für Ihre Urlaubsreise? Dann machen Sie doch einen Abstecher in den angenehm kühlen Lesesaal der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs, bevor Sie aufbrechen. Hier finden Sie eine große Auswahl an Reiseliteratur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sucht man im Online-Katalog in ›Gedrucktes‹ mit dem Stichwort ›Reisebericht‹, erhält man über 3.000 Treffer und muss sich nur noch entscheiden, wohin es gehen soll. Nach Spanien, Südfrankreich oder Skandinavien? Lieber nach Asien? Oder gleich um die ganze Welt?

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Hörspiel, Kästner und Karrieren. Ein Besuch im Deutschen Literaturarchiv Marbach

An drei Tagen im Dezember 2024 besuchte eine Gruppe aus acht Studierenden des Seminars von Dr. Norman Ächtler (Justus-Liebig-Universität Gießen) das Deutsche Literaturarchiv, um sich mit Archivmaterialien aus den Nachlässen von Autorinnen und Autoren vor Ort auseinanderzusetzen. Thema der Veranstaltung im Wintersemester 2024/25 war das Hörspiel, das im Januar 2024 100 Jahre alt wurde. In einem umfangreichen Programm aus Führungen und Gruppenarbeitsphasen gab es bei dieser Exkursion viel zu lernen.

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Das Hanser-Verlagsarchiv im Deutschen Literaturarchiv

Produktionsbibliotheken und Verlagsarchive werden als Dokumentation der Verlagstätigkeit sowie der Präsentation von Autorinnen und Autoren und Werken sehr geschätzt. Ihre Besonderheit besteht in der Spiegelung eines Produktionsprozesses am gedruckten Exemplar mit Auflagen-, Einband- und Umschlagvarianten oder gar eingeklebten Herstellungsdaten. Das Produktionsarchiv bildet einen Komplementärbestand zum Akten-Archiv eines Verlages. Nur im Archiv der Drucke findet man Bücher desselben Verlags in alphabetischer Aufstellung, in numerisch aufsteigender Abfolge oder in einer konsequenten Chronologie des Gesamtprogramms, in der sich Hardcover-Ausgaben, Taschenbücher und Werkeditionen mischen. Mit dem Hanser-Verlagsarchiv kam Ende des letzten Jahres das Archiv eines der wichtigsten deutschen Verlage ins Deutsche Literaturarchiv.

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Ein Manuskript Brehms

Ein kleiner Stapel ordentlich beschriebenen Papiers, leicht gelblich im Farbton und hie und da mit einem Fingerabdruck versehen, der anzeigt, dass mit diesen Blättern gearbeitet worden ist, sie als Druckvorlage gedient haben und dementsprechend durch die Hände eines Setzers gegangen sind. Ein Manuskript also, mit regelmäßigem Schriftduktus, vereinzelten Streichungen und Korrekturen, doch hat der Autor kaum je Gebrauch von dem sorgsam freigelassenen Korrekturrand gemacht, vielmehr seinen Text flüssig und stilsicher heruntergeschrieben; offenbar war ihm sein Gegenstand vertraut und er wusste ihn souverän darzustellen.

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Zum Wohl! Am 6. Juni 2025 jährt sich Thomas Manns Geburtstag zum 150. Mal

Auf einem wenig bekannten Foto wirkt der Nobelpreisträger entspannt. Ein Alkoholproblem hat Thomas Mann aber 1955 nicht. Das trennt ihn von vielen seiner schreibenden Kolleginnen und Kollegen. Er hielt stets Maß, zügelte sich, zumal das Trinken seiner Kunst wohl eher schadete.

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Wo schrieb Wilhelm Hauff den ›Kleinen Muck‹?

Den weit in einen fiktiven Orient hineinspielenden Schauplätzen von Wilhelm Hauffs Märchen – den Schwarzwald, den Spessart und die Schwäbische Alb dabei aber nicht zu vergessen – entspricht eine kurze, kaum 25-jährige Autorbiografie mit relativ wenig räumlicher Bewegung. Hauff hat eine längere Reise nach Paris und durch Norddeutschland unternommen, sonst aber sein Leben weitgehend in Stuttgart und Tübingen verbracht.

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