Kategorie: archiv & bibliothek

»›Lest ihr noch oder schreibt ihr schon?‹ Fanfiction im Archiv«. Workshop im DLA

Fanfiction transformiert, aktualisiert und macht bekannte Quellen durch soziale und interaktive Möglichkeiten auf eine neue Art lebendig. Doch welche Rolle spielt Fanfiction im deutschsprachigen Raum, zu welchen Autor/-innen und Geschichten des deutschsprachigen Kanons finden sich Fanfictions und wie verändert diese Interaktion die Literatur und diejenigen, die sie bearbeiten? 2024 hat das DLA begonnen, Fanfiction zu sammeln. Gemeinsam mit Wissenschaftler/-innen und Expert/-innen möchten wir dem Thema unter vielfältigen Gesichtspunkten nachgehen. In Kooperation mit der Eberhard-Karls-Universität Tübingen hat das Deutsche Literaturarchiv deswegen im März einen zweitägigen Workshop unter dem Titel »›Lest ihr noch oder schreibt ihr schon?‹ Fanfiction im Archiv« organisiert.

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Vom Finderglück, Lospech und Nervenkitzel an Messetagen

Die Erwerbung in der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs geht vielfältige Wege, um retrospektiv die Lücken in der Sammlung zu schließen. Neben der Sichtung von Antiquariats- und Auktionskatalogen, Direktangeboten und der Suche auf einschlägigen Verkaufsplattformen spielen Antiquariatsmessen eine große Rolle. Sie sind eine gute Gelegenheit, um besonders seltene Titel zu ergattern, die sonst nicht auf dem Markt zu finden sind.

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Zum 50. Todestag von Marie Luise Kaschnitz. Kindheitserinnerung an eine liebevolle Löwin

Heute vor fünfzig Jahren starb in Rom Marie Luise Kaschnitz. Die am 31. Januar 1901 als Freiin von Holzing-Berstett in Karlsruhe geborene Schriftstellerin und Dichterin wurde für ihr umfangreiches literarisches Werk, das Gedichte, Romane, Erzählungen und Hörspiel umfasst, vielfach ausgezeichnet, u.a. 1955 mit dem Georg-Büchner-Preis. Ihr Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv. Unsere Autorin L. R. erinnert sich an Marie Luise Kaschnitz als ihre Patentante.

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Exil-Bestände der Bibliothek ergänzt

Die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs arbeitet kontinuierlich am retrospektiven Ausbau ihrer umfangreichen Bestände zum Thema Exil 1933–1945. In den letzten Monaten konnten u.a. in Mexiko, Argentinien, Tschechien, Großbritannien, Israel und der Schweiz erschienene Exil-Titel erworben werden.

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Mein ungewöhnlicher Fund im Nachlass von Raymond Klibansky: eine Originalurkunde von 1455 ausgestellt von Nikolaus von Kues, aka Cusanus, als Bischof von Brixen

Ich gebe es zu: ich arbeite gerne im Archiv. Jeder Besuch ist eine Entdeckungsreise. Man weiß nie, was man finden wird. Wie spannend das sein kann, zeigte sich bei meinem letzten Aufenthalt im DLA Marbach im Juni 2024, als ich unvermutet eine vergessene Originalurkunde aus dem 15. Jahrhundert in der Hand hielt.

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Zum 100. Geburtstag von Ludwig Greve

Vor 100 Jahren, am 23. September 1924, wurde der Schriftsteller und frühere Leiter der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach Ludwig Greve in Berlin geboren. Am Anfang seiner Karriere in Marbach stand die große Expressionismus-Ausstellung von 1960 – und eine kleine Kontroverse.

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Robinsonaden-Sammlung erworben

Die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs ergänzt ihre umfangreichen Quellenbestände zur Unterhaltungsliteratur mit einer Robinsonaden-Sammlung. Sie dokumentiert umfassend das Motiv der klassischen Robinsonade, das in der Science-Fiction-Literatur in verschiedenen Ausprägungen wieder aufgegriffen wird.

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Ein Holzsplitter von Schillers Bett im Cotta-Archiv

Der Nachlass Schillers wurde, wie die meisten Nachlässe, nicht geschlossen überliefert, er wurde zersplittert, und das gleich in doppelter Hinsicht. Gab Schillers Tochter die von ihr verwahrten Hinterlassenschaften des Dichters in das Archiv nach Weimar, dem letzten Wohn- und dem Sterbeort Schillers, so sammelte man in Marbach, seiner Geburtsstadt und gleichfalls Standort eines Archivs, nach und nach einen erklecklichen Bestand an Briefen, Manuskripten und Lebenszeugnissen, mit anderen Worten Nachlasssplitter, so dass man heute zwei große Schiller-Bestände an zwei verschiedenen Plätzen hat.

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Briefwechsel als Quellen philosophischer Forschung

Briefe von Philosoph/innen können unterschiedliche Funktionen haben. Sie können dem Austausch über Gedanken und Werke dienen. Das ist ihre kommunikative Funktion. Sie können aber auch strategisch eingesetzt werden: um sich als Autor/in in einem literarischen Feld zu positionieren oder um Netzwerke zu bilden. Eine Funktion scheint heute, im Zeitalter der E-Mails und der sozialen Medien, kaum mehr eine Rolle zu spielen, die noch etwa für Walter Benjamin wichtig war. Nach seiner Brieftheorie bekundet der Brief das »intelligible Leben« eines Schreibenden.

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Babelwerk

Übersetzernachlässe sind nach wie vor unterschätzt. Über Jahrhunderte waren literarische Übersetzerinnen und Übersetzer meist ›unsichtbar‹, nur selten wurden ihre Namen genannt, und es gab kaum Urheberrechte. Erst seit dem 20. Jahrhundert wird die Übersetzung als eigenständige literarische Gattung reflektiert. Der Deutsche Übersetzerfonds (DÜF) hat sich mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) zusammengeschlossen: In gemeinsamen Workshops und in vom DÜF bereitgestellten Stipendien erforschen Übersetzende die Nachlässe ihrer Kolleginnen und Kollegen. Nun liegen erste Essays vor, die aus diesen Forschungen hervorgegangen sind.

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