»wieder einmal zu Hölderlin gegangen« – Eine Postkarte an Celan aus der Marbacher Hölderlin-Ausstellung 1970

Im April 1970 besucht der Dichter Johannes Poethen gemeinsam mit Rose Ausländer und Margarethe Hannsmann die Ausstellung im Schiller-Nationalmuseum zu Hölderlins 200. Geburtstag. Gemeinsam schicken sie am 24. April eine Karte nach Paris an Paul Celan, auf der sie einen Besuch in Marbach empfehlen: »wir sind wieder einmal zu Hölderlin gegangen – ich kannte diese (gute) Ausstellung noch nicht«, schreibt Poethen.

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das summen europas. beethovens ode an die freude

Politiker aller Parteien, Fußballfans im Stadion, Gottesdienstbesucher – sie alle wissen: Singen verbindet, schafft Gemeinschaft und Identität. Aber kann singend auch aus mehreren Gemeinschaften eine neue große Gemeinschaft werden? Die Europa-Hymne ist ein spannender Versuch.

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celan als »hölderlin unserer zeit«?

Die Verbindung zwischen Hölderlin und Celan wurde schon zu Celans Lebzeiten gesehen. Michael Woll stellt einen Brief von Nelly Sachs vor, den sie am 12. Mai 1960 an Celan schrieb – in Reaktion auf die die publizistische Verleumdung Celans durch Claire Goll seit April. »Wenn ich jetzt den Freunden und Bekannten ans Herz lege mir zu helfen den Hölderlin unserer Zeit zu retten aus diesem schrecklichen Wirrsal – so ist kein Hauch einer eigenen Sache dabei.«

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