Außer der Reihe 5: Gabriele d’Annunzio

Literatur endet nicht an den Grenzen ihres Herkunftslandes oder ihrer Sprache – und das spiegeln auch die Bestände des Deutschen Literaturarchivs Marbach wider. Unser Online-Katalog öffnet so auch eine Tür zur Weltliteratur. Um Gabriele d’Annunzio (1863–1938) ist es recht still geworden, aber bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg war er auch in Deutschland ein vielgelesener Autor.

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Traurige Weihnachten im Jahr 1946

Weihnachtslieder heißen auf Ukrainisch ›Koladky‹. Sie sind meistens sehr alt und sehr beliebt, werden also gerne gesungen. Traditionell sammeln sich die Kinder und Erwachsene in der Weihnachtszeit in Gruppen, kleiden sich in die traditionellen Kostüme und gehen vom Haus zu Haus zum ›Vertep‹. Dabei handelt es sich um ein traditionelles Mysterienspiel, bei dem oft auch aktuelle politische Themen vorkommen. Deswegen wurde der Vertep zur Sowjetzeit verboten. Diese Tradition überlebte nur im Untergrund. In den westukrainischen Dörfern gingen die Vertepe heimlich vom Haus zu Haus und rezitierten vorbereitete Verse, spielten lustige Szenen, sangen Weihnachtslieder. Weihnachtslieder waren generell auch verboten. Wegen des religiösen Inhalts, aber auch wegen politischer Anspielungen.

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