von möbeln und anderen trägern

Wer ans Magazin des DLA denkt, denkt zu allererst an Papier, Papier, Papier. Und richtig: In den etwa 44.000 Archivkästen, in denen sich rund 1.400 Nachlässe, Teilnachlässe und Sammlungen von Schriftstellern, Kritikern, Übersetzern, Philosophen, Philologen und anderen Gelehrten, Verlags und Redaktionsarchiven Bilder und Objekte befinden, in diesen Kästen liegen vor allem Handschriften und Typoskripte. Unsere Bibliothek, eine Spezial- und Forschungsbibliothek für neuere deutsche Literatur, umfasst knapp 1,4 Millionen Medieneinheiten: Bücher, Zeitschriften, Ton- und Bildträger, über 200 geschlossene Sammlungen (davon über 60 Autoren-Bibliotheken).

 

Schätze etwas anderer Art birgt die Sammlung ›Bilder und Objekte‹. Kern des über 450.000 Stücke umfassenden Bestandes sind neben Porträts weitere biografische und wirkungsgeschichtliche Bildzeugnisse den Ansichten von Lebensstätten, Gräbern und Denkmälern, Illustrationen, Schutzumschläge und deren Entwürfe, Szenenfotos und Plakate. Einen besonders umfangreichen Sammlungsschwerpunkt stellen Fotokonvolute und Alben aus Schriftstellernachlässen und Verlagsarchiven mit mehr als 360.000 Einzelfotografien dar.

Blick in die Sammlung der Büsten.

Flankiert wird dieser Sammlungsbereich durch ausgewählte Gegenstände aus den Nachlässen: Neben Schreibwerkzeugen vom Gänsekiel über die Schreibmaschine bis hin zum Laptop sind dies Möbel und vor allem sogenannte »Erinnerungsstücke« mit besonderer Relevanz für Leben und Werk ihrer früheren Besitzer. Als weitere Spezifika der Bestandsgruppe können von den Autorinnen und Autoren selbst gesammelte oder wie im Falle Mörikes oder Rilkes von ihnen selbst geschaffene bildkünstlerische Arbeiten betrachten werden und eine aus weit über 5.000 Notendrucken und Notenhandschriften bestehende Musikaliensammlung.

 

Die angedeutete Vielfalt ermöglicht bestandsbezogene Forschung zu kunst- und kulturgeschichtlichen ebenso wie zu philologischen und bildwissenschaftlichen, wissenschaftsgeschichtlichen und verlagspolitischen Fragestellungen. Weiterhin bilden die Bestände einen Fundus für Ausstellungen und dienen – in analoger und digitaler Form – als Bildarchiv für Reproduktionen. Sie sind bis 1998 in konventionellen Kartenkatalogen nachgewiesen, seit 1999 in der Datenbank Kallías.

 

Wer online recherchieren will: http://www.dla-marbach.de/katalog/bilder-und-objekte/

 

Teaserfoto: Dominik Obertreis, Althütte-Waldenweiler

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